BAGSO zum Bundesfreiwilligendienst

Anlässlich der Einführung des Bundesfreiwiligendienstes zum 1.7.2011 hat die verbandsübergreifende Fachkommission „Freiwilliges Engagement und gesellschaftliche Teilhabe“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) folgende Stellungnahme erarbeitet:
Der neu geschaffene Bundesfreiwilligendienst, der sich an alle Generationen wendet und den bisherigen Zivildienst für Wehrpflichtige ersetzt, braucht jetzt dringend neue Impulse, damit das Angebot auch die älteren, engagementbereiten Menschen erreicht. Offensichtlich ist die große Mehrzahl älterer Bürgerinnen und Bürger über das Angebot noch nicht informiert.
Sich für eine Wochendienstleistung von 20 Stunden zu verpflichten, ist für Menschen in der nachberuflichen Phase keine leichte Entscheidung. Unklar ist auch, wo Bewerbungen möglich sind, welche Qualifikationen vorausgesetzt werden und wie es um Fortbildung und Begleitung bei ihrer Tätigkeit bestellt ist. Zu klären ist, ob in allen Fällen Sozialversicherungspflicht besteht.
Aber auch die beim Bundesfreiwilligendienst beteiligten Organisationen sind aufgefordert, für ältere Menschen geeignete Einsatzstellen in den Bereichen Soziales, Kultur, Sport und Ökologie bekannt zu machen und an den Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren ausgerichtete Rahmenbedingungen zu schaffen.
Es geht darum, die Lebenserfahrungen und das Einfühlungsvermögen der Älteren mit den Angeboten anzusprechen.
BAGSO-Pressemitteilung 8/2011 Bonn, 5.7.2011
www.bagso.de

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